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Eine kleine Geschichte über einen großen Tüftler:

A little story about a great tinkerer:

Im Jahre 1924 wurde Anton Schwarzkopf in Behlingen geboren. Seine Eltern, Anton und Maria Schwarzkopf, zogen später nach Münsterhausen um. Dort hatte sein Vater einen Stellmacherbetrieb. Hier wurden über lange Zeit hinweg Wohnwagen für Schausteller und Zirkusleute, später auch Spezialtransporte für diesen Bereich gefertigt.

1954 tätigte die Firma an Vergnügungsgeschäften einige Umbauten und stieg somit in diesen Bereich ein. Anton Schwarzkopf heiratete nachdem er die Meisterprüfung im Karosseriebau bestand. 1955 wurde sein Sohn Wieland geboren und er begann mit dem Bau seiner ersten Eigenkonstruktion, der "Düsenspirale", für die deutsche Schaustellerfirma Löffelhardt. Diese für die Reise geplante Bahn wurde so gewaltig und aufwendig, dass die Anlage erst 1957 in Betrieb gehen konnte. Franz Schwarzkopf, Antons Bruder, war eine Zeit lang mit auf der Reise um den technischen Aufwand zu unterstützen.

Den elterlichen Betrieb übernahm Anton Schwarzkopf 1960 - in jenem Jahr erblickte sein zweites Kind, Tochter Sylvia, das Licht der Welt. Nach der ersten Stahlachterbahn, im Jahre 1964, folgten zahlreiche Innovationen in Form von sehr durchdachten Konstruktionen, die sein Unternehmen zum Markführer und ihn zur kreativsten Persönlichkeit im Bereich Vergnügungsanlagen seiner Zeit machten. Mitte der sechziger Jahre begann die Firma mit der Produktion von Betonmischtrommeln, was für ca. 10 Jahre ein weiteres Standbein blieb.

Anton Schwarzkopf was born in the year 1924 in Behlingen, Germany. His parents, Anton and Maria Schwarzkopf, moved to Münsterhausen where his father owned a cartwrightery. For a long time caravans had been produced for showmen and the circus. Later they manufactured also special trailers for them.

In1954 the company did some alterations on amusement rides and turned into this business. After passing the examination for the master craftsmans diploma as a panel-beater Anton Schwarzkopf got married. In 1955 his son Wieland was born and he begun planning of his first self constructed attraction, the "Düsenspirale", for the german showman company Löffelhardt. It should be a travelling unit, but the ride's dimensions were so huge that it took time until 1957 to start operation for the first time. Franz Schwarzkopf, Anton's brother, assisted the showmen crew while he was on tour with them.

In 1960 he took over his father's company. In the same year his second child, daughter Sylvia, was born. He built his first full steel rollercoaster in 1964, the "Wildcat". Many well thought constructions and innovations followed up, giving his company the leadership in the market and made himself surely the most creative masterbuilder in the amusement industry that time. In the mid-sixties, the company started production of cylinders for cement mixers ensuring a second standing-leg for about 10 years.

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The master-builder inspecting his very first "Looping Star" rollercoaster during test-runs at the factory plant in Münsterhausen.

Der Bauherr bei den Testfahrten seiner allerersten "Looping Star" Achterbahn auf dem Firmengelände in Münsterhausen.

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Anton Schwarzkopf beschäftigte eine Vielzahl Zuliefererfirmen, die ihn und somit seine Firma mit Teilen versorgten. Zur besten Zeit hatte die Firma Schwarzkopf ca. 200 bis 250 Mitarbeiter und wurde im Ausland durch die Firma INTAMIN repräsentiert. Hervorzuheben wäre hier, dass vor allem im Ausland der Name INTAMIN fälschlicherweise als Hersteller von Schwarzkopf Anlagen auftaucht.

Anton Schwarzkopf had numberous other companies, supporting him and his company with parts. At its best time, the Schwarzkopf company had about 200 to 250 employees and was represented outside of Germany by the INTAMIN company. Note: INTAMIN often appears as the builder of Schwarzkopf rides - nope - they only represented him!
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Eine Aufnahme
aus der großen Traglufthalle.

Photo taken inside the air-inflated production hall.

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Werner Stengel - dieser Name ist ein Begriff. Ohne ihn und seine bahnbrechenden Lösungen in Bezug auf komplizierte und komplexe Berechnungen, wäre es Anton Schwarzkopf wahrscheinlich nicht so perfekt gelungen, seine Ideen in die Tat umzusetzen.

Der Diplomingenieur Werner Stengel, der Anfangs exklusiv für Anton Schwarzkopf tätig war,  startete mit dieser Zusammenarbeit eine Bilderbuchkarriere. Er und sein Team lieferten ab 1964 für unzählige Schwarzkopf Anlagen die Statik, Entwürfe, Berechnungen der Dynamik etc.

Auch einige Biegemaschinen - sowohl welche die Stahlrohre im kalten Zustand biegen, als auch welche die dies im warmen Zustand machen - entstanden in dieser Zusammenarbeit. Es ist einfacher die Röhren im heißen Zustand zu formen, jedoch ist die Festigkeit der kalt gebogenen Röhren höher. Für diesen Zweck wurden spezielle, insbesondere nahtlose Röhren für die Fahrschienen, der Firma Mannesmann genutzt.

Werner Stengel - this name is an institution. Without him and his trailblazing solutions regarding complicated and complexe calculations, it probably wouldn't be that easy for Anton Schwarzkopf to realize his ideas with such a perfection.

The structural engineer Werner Stengel, who worked in the beginning exclusively for Anton Schwarzkopf, started his career within this cooperation and he made a career that others only dream of. From 1964, he and his crew did the statics, designs and dynamic calculations of numerous Schwarzkopf structures.

Some pipe bending machines - both,  to bend steel pipes cold as well as to do it warm -  were developed in this cooperation too. It is easier to bend pipes in hot condition, but cold bended pipes have an higher strenght. Therefore special pipes, particulary jointless ones which were necessary for the trackpipes, were used. These pipes were made by the german firm Mannesmann.

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Werner Stengel  &  Team

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Anton Schwarzkopf
neben einer Röhren-Biegemaschine.

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Anton Schwarzkopf
beside a pipe-bending machine.

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Leider hatte Anton Schwarzkopf als Unternehmer keine glückliche Hand. Der erste Konkurs kam Ende 1983 aus heiterem Himmel. Die Konkursverwalter und "Besserwisser" haben das Unternehmen (lt. eigener Aussage) im Konkurs völlig kaputt gemacht. Hierdurch wurde die "Flugbahn" - der wahrscheinlich erste funktionsfähige "Suspended Coaster" (Hängeachterbahn) - für den amerikanischen Park Bush Gardens leider nie bebaut. Unglückliche Ereignisse, die in den Konkurs führten waren:

  • Ein geplatzter Großauftrag aus Venezuela.

  • Drei in Auftrag gegebene Anlagen vom Typ "Münchner Bahn", von denen jedoch nur eine gefertigt wurde.

  • Der Tod des zuständigen Direktors der Kredit gebenden Bank.

  • Eine zu große Ansammlung von Überstunden und Alturlaub der Mitarbeiter - jedoch deshalb keine Kurzarbeit genehmigt.

Der Vierer Looping "Thriller", für den deutschen Schausteller Oscar Bruch, war gerade in Produktion als der zweite Konkurs herein brach. Die Anlage entstand noch zum Teil im Werk Münsterhausen. Vollendet wurde die Bahn bei der Firma BHS (Bayerische Berg-, Hütten- und Salzwerke AG) in Peißenberg, die in der Vergangenheit Stahlkomponenten an Anton Schwarzkopf lieferte und quasi ein direkter Nachfolger seiner Firma wurde. Der schwäbische Autodidakt lies sich nicht unterkriegen und gründete ein kleines Konstruktionsbüro, in dem er mit einer Hand voll Mitarbeitern Anlagen und Komponenten für Firmen wie z.B. die BHS, ZIERER oder MAURER SÖHNE entwickelte, welche auch gebaut wurden. Dies sind folgende:

Unfortunately Anton Schwarzkopf did not have a lucky hand to be a businessman. The first bankruptcy in late 1983 came completely out of the blue. It happened (according to himself) that the company was ruined during this bankruptcy by the liquidator and "smart alecks". That is why the "Flugbahn" (Flying Coaster) - probably the first working "suspended coaster" ever - for Bush Gardens in the USA was never built. Unlucky reasons, that led into bankruptcy were:
  • A cancellation of a large order/contract from Venezuela.

  • Three coasters of the "Muenchner Bahn" type were ordered, but only one has been produced.

  • Death of the director of the credit-giving bank.

  • Too much overtime work and untaken holiday of the employees - therefore no short-time work was allowed.

The famous "Thriller", for german showman Oscar Bruch, was in production as the second bankruptcy happened. The coaster has still been partly produced at the production area in Münsterhausen. It was completed by the firm BHS (a bavarian steel and mining company) of Peißenberg, which already supported Anton Schwarzkopf with steelcomponents in the past. BHS became a quasi direct follow-up of his company. The swabian autodidact did not give up and opened up a small construction office. With a few employees he developed units and components for companies like BHS, ZIERER or MAURER SOEHNE. These are the ones:

  • "Lisebergbanan" (ZIERER / BHS)
    Liseberg Park, Göteborg, Schweden

  • "Bavarian Mountain Railroad" (ZIERER / BHS)
    Portopialand, Kobe, Japan

  • "Jetline" (ZIERER / BHS)
    Gröna Lund Park, Stockholm, Schweden

  • "Olympia Looping" (BHS)
    Schaustellerfirma Barth, Deutschland

  • "Andalusia Railroad" (BHS)
    Portopialand, Kure, Japan

  • "Venus" (Maurer Söhne)
    Space World, Yahata, Japan

  • "Jetline" ( ZIERER / BHS)
    Gröna Lund park, Stockholm, Sweden

  • "Lisebergbanan" (ZIERER / BHS)
    Liseberg park, Gothenburg, Sweden

  • -"Bavarian Mountain Railroad" (ZIERER / BHS) Portopialand, Kobe, Japan

  • "Olympia Looping" (BHS)
    german showman company Barth

  • "Andalusia Railroad" (BHS)
    Portopialand, Kure, Japan

  • "Venus" (Maurer Söhne)
    Space World, Yahata, Japan

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1990 auf dem BHS Gelände:

Herbert Zoch,
Yvonne Green-Vial,
Anton Schwarzkopf,
Hubert Boch,
Wendelin Stückl

(von links nach rechts)

Im Hintergrund sehen Sie
vorfabrizierte Teile der
"Andalusia Railroad"
für das Portopialand in
Kure, Japan.

anton-BHS01.JPG (48695 Byte)

1990 at the BHS plant:

Herbert Zoch,
Yvonne Green-Vial,
Anton Schwarzkopf,
Hubert Boch,
Wendelin Stückl

(from left to right)

In the background you can
see prefabricated parts
of the "Andalusia Railroad"
made for Portopialand in
Kure, Japan.

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Viele der zeitlosen und beliebten Schwarzkopf Maschinen sind noch heute in aller Welt in Betrieb. Sie werden aber auch auf dem Gebrauchtmarkt hoch geschätzt. Käufer wissen warum!

Lots of the timeless Schwarzkopf machines are well-tried and still in operation today - worldwide. On the used rides market his creations are highly recommended, too. Customers know why!
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Anton Schwarzkopf genießt
1986 eine Fahrt auf der
"Himalaya Bahn".

Anton Schwarzkopf enjoying
himself while riding on
"Himalaya Bahn" in 1986.

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1995 trat Anton Schwarzkopf in den Ruhestand - stand aber dennoch mit seinem scharfen Verstand und schier unerschöpflichen Ideenreichtum zur Verfügung.

In the year 1995 Anton Schwarzkopf retired - but assisted with his sharp brain and huge know how.

Im Januar 1996 wurde er auf der Fachmesse Interschau in München mit dem Ehrenpreis des "Verbandes der Deutschen Vergnügungsanlagenhersteller" ausgezeichnet.

He was awarded with a special award by the "Union of German Manufacturers of Amusement Facilities" at the Interschau trade-fair, which was held in München in 1996. 

Die Produktionsstätte in Münsterhausen wurde Eigentum der Firma Stein, die zum Teil auch aus ehemaligen Schwarzkopf- Angestellten bestand. Hier wurden u.a. Umbauten getätigt und ein bis dato unfertiges "Monster III" vollendet. Es sollte auch eine große, transportable Schienenbahn im Dunkeln für die deutsche Schaustellerfirma Renoldi entstehen. Leider hatte Stein in finanzieller Hinsicht Probleme und musste während der Bauphase schließen. Die Anlage der Firma Renoldi, eine Mischung aus Achter- und Geisterbahn, wurde in Eigenregie der Schaustellerfirma fertig gestellt.

The production plant in Münsterhausen was purchased by the firm Stein which partly consisted of former Schwarzkopf employees. Stein did some alterations on existing rides and they finished work on a incomplete "Monster III". They also started construction of an huge, enclosed mixture of rollercoaster and darkride for the german showmen company Renoldi. However, work on Renoldis coaster was completed by the showmen company itself, because the Stein company went into financial problems during its construction.

Hubert Gerstlauer, der ehemals eine leitende Position bei Schwarzkopf hatte, gründete 1981 seine eigene Firma. Für die oben aufgeführten Achterbahnen, die in Kooperation zwischen Zierer, BHS und Anton Schwarzkopf entstanden, lieferte die Gerstlauer Elektro GmbH elektrische und pneumatische Systeme. 1992 erwarb Herr Gerstlauer die ehemaligen Schwarzkopf-Hallen in Münsterhausen und sicherte sich die Mitarbeit von einigen der erfahrensten Fachkräften in der Branche. Von dort an hatte Gerstlauer die idealen Produktionsstätten, um zukünftig im Bereich "Fliegender Bauten" tätig zu sein. Aber dies ist eine andere Geschichte...

Hubert Gerstlauer, a former senior manager of the Anton Schwarzkopf company, founded his own company in 1981. For the above mentioned rollercoasters, that came out of the cooperation between Zierer, BHS and Anton Schwarzkopf, the Gerstlauer Elektro GmbH designed and installed the electrical and pneumatical systems. In 1992, Mr. Gerstlauer purchased the former production facilities of Schwarzkopf, also gaining some of the most experienced personnel in the industry. From then, Gerstlauer had the best base to build amusement rides. But this is a different story...

Anton Schwarzkopf, der seit mehreren Jahren an der parkinsonschen Krankheit litt, verstarb am 30 Juli 2001.

Anton Schwarzkopf, suffered from parkinsons disease for some years, passed away on July 30th, 2001.

Ohne Ihn wäre die Freizeitindustrie mit Sicherheit nicht da, wo sie heute ist!

Without him, the amusement industry surely wouldn't be what it is today!

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